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Wer im Süden Deutschlands leben will, der kommt nicht drumherum: um ein Dirndl im Kleiderschrank. Befürworter betonen die figurschmeichelnde Wirkung des traditionellen Kleides, das im Ausland so gerne als Inbegriff der “Deutschheit” verstanden wird. Trägerinnen schwören außerdem auf die angenehme Tragequalität und Bequemlichkeit des Dresses. Auch ist der Stil vielfältig: kurz, lang, klassisch, oder modern. Die Kleider können so unterschiedlich sein wie die Trägerinnen selbst.
Aber, und nun das große Aber: wo in der Welt könnte man das Kleid tragen außer in Bayern? Nirgendwo. Es sei denn es ist Karneval. Niemals sieht man nämlich so verkleidet aus wie im Trachtenkleid. Und die Designer und vielen bayerischen Trägerinnen können auch noch so oft betonen, dass ein Dirndl jeder Figur schmeichelt. Aber eigentlich ist es auf Damen mit ordentlich Holz vor der Hütten ausgelegt. Hat man das nicht, sieht das hochgepriesene Dekolletee meist etwas traurig aus. Da kann man noch so schöne Beine haben (wenn frau sie denn hat), die unterm Röckchen vorblitzen.
Fazit: Dirndl sind auf dem Oktoberfest ok, aber leider meistens viel zu teuer, um sie nur einmal im Jahr zu tragen. Bayerinnen, seid gepriesen, ihr dürft es gerne tragen und über die Vorzüge des Trachtenkleides philosophieren. Verzeiht den Nordlichtern unter uns, wenn wir uns auf dem Oktoberfest nicht der Kleiderordnung unterordnen möchten.

